Intervallfasten und gesunde Öle

Warum brauchen wir Fette überhaupt?

Beim Essen treffen wir Fette in verschiedensten Formen an. Ob zum Braten, im Salat, auf dem Brot oder versteckt in Lebensmitteln – die Portion Öl, Butter oder Schmalz ist immer dabei. Das ist auch richtig so. Denn Fette sind für den Menschen lebensnotwendig. Es gibt weniger gute und sehr gesunde Lipide. Wir haben den großen Vorteil wählen zu können, welche wir verwenden. 

In unserer Reihe “gesunde Öle” haben wir Ihnen einige besondere, die sowohl für die Gesundheit als auch als Beauty-Produkt einiges leisten, vorgestellt. Natürlich gibt es noch weitere, deren Wirkung ebenfalls reichhaltige Benefits für uns bringt. Olivenöl, Rapsöl, Kokosöl oder ein gutes Sonnenblumenöl sind längst fester Bestandteil in unserer Küche. 

Für einen gesunden Menschen sind diese Öle auch ausreichend. Bei bestimmten Erkrankungen, Mangelerscheinungen oder als Beautyprodukt glänzen Avocadoöl, Algenöl, Hanföl und Rizinusöl mit besonders positivem Nutzen.

Warum brauchen wir Fette?

Zunächst stellt sich die Frage, warum wir überhaupt Fette brauchen bzw. diese sogar essentiell, also lebensnotwendig, für den menschlichen Körper sind? Lipide sind kleine Energiekraftwerke mit vielfältigen Aufgaben:

  • Fette sättigen gut und sind wichtige Energiespender. Sie warten mit doppelt so vielen Kalorien auf wie Eiweiße und Kohlenhydrate.

  • Sie können als Fettdepot zum Beispiel ins Körpergewebe eingelagert werden. In “schlechten Zeiten” können diese Energiespeicher angezapft werden. 

  • Fett ist gleichzeitig Transportmittel für die fettlöslichen Vitamine A, D, E, und K. 

  • Wichtig sind die Bausteine der Lipide – mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese sind essentiell, unser Körper kann sie nicht selbst herstellen. Wir müssen sie mit der Nahrung aufnehmen. Fettsäuren haben vielfältige Aufgaben, unter anderem tragen sie zur Bildung von Hormonen bei. Zusätzlich enthalten Fette häufig nennenswerte Mengen des Anti-Aging-Vitamins E, welches auch bei vielen “Reparaturarbeiten” benötigt wird.

  • Sekundäre Pflanzenstoffe wie beispielsweise Beta-Carotin und Lutein, die freie Radikale abfangen und unschädlich machen, sind in guten nativen, kaltgepressten Ölen ebenfalls enthalten.

Ungesättigte Fettsäuren wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus. Außerdem schmecken fettreiche Lebensmittel häufig richtig lecker, denn Fett ist ein natürlicher Geschmacksverstärker. Nicht jedes Fett ist gut für unseren Organismus und unsere Gesundheit. Es kommt also darauf an, welche Fette wir essen. 

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Omega-3-Fettsäuren und der Gegenspieler Omega-6-Fettsäuren

Spricht man von Omega-3-Fettsäuren, lässt der natürliche Gegenspieler Omega-6-Fettsäuren nicht auf sich warten. Omega-3-Fettsäuren glänzen mit vielen positiven Effekten auf unsere Gesundheit. Omega-6-Fettsäuren haben dagegen ein eher “krankmachendes” Image. Dabei erfüllen auch sie wichtige Funktionen in unserem Körper. Auch diese essentiellen Fettsäuren werden für Wachstums- und Reparaturprozesse benötigt und leisten zum Beispiel im Falle von Verletzungen und Infektionen wertvolle Dienste.

Es kommt auf das richtige Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren an. Das ist allerdings in unserer heutigen Ernährung nicht mehr gegeben. Es hat sich zu einem Omega-6-Überschuss verschoben. Dieser kann sehr nachteilige Effekte auf unsere Gesundheit haben. Omega-6 führt zu einer erhöhten Gerinnungsneigung des Blutes. Gerinnsel können sich bilden, die in Folge zur Entstehung eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls führen können. Zudem kann es vermehrt zu Entzündungen kommen, welche für eine Vielzahl von Krankheiten verantwortlich sind.

Keine Angst vor Fett

Mittlerweile ist unbestritten, dass Intervallfasten eine ganze Bandbreite an gesundheitlichen Benefits mit sich bringt. Intermittierendes Fasten wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit, unser Gewicht, unseren Stoffwechsel, unsere Darmgesundheit aus und verzögert den Alterungsprozess. 

Wer optimal Kurzzeitfasten will, legt Wert auf gesunde Lebensmittel und ausgewogene, nahrhafte Mahlzeiten. Zucker, raffinierte Öle, wenig Gemüse und ungesunde Snacks machen den Gesundheitsnutzen, den Sie durch das Fasten erzielen, häufig wieder zunichte. Gesunde Fette sind dagegen für unsere Gesundheit essentiell. Zu den gesunden Ölen zählen – neben den bereits vorgestellten – Olivenöl, Kürbiskernöl, Traubenkernöl, Leinöl, Kokosöl, MCT-Öl,  Nussöl und Ghee.

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Intervallfasten gegen viszerales Fett und Fettleber

Oftmals werden die Vorzüge des Intervallfastens nur aufs Abnehmen reduziert. Dabei bietet es so viel mehr für die Gesundheit. Fasten reduziert das viszerale Fett. Dieses Fett sammelt sich vorne in der Körpermitte an und arbeitet wie ein eigenständiges Organnur, dass dabei nichts Gutes hervorkommt. Denn es produziert Hormone und Entzündungsstoffe, die die Gesundheit schädigen können. 

Dieses gefährliche Bauchfett lagert sich in Organen ab, beispielsweise in der Leber. Ursache für die nichtalkoholische Fettleber sind zu viele ungesunde Fette und Zucker in der Nahrung. Das Risiko, an Diabetes, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken, steigt. Intervallfasten kann ihre Leber wieder “schlank” machen, weil es das gefährliche Organfett der Leber angreift. Beim intermittierendem Fasten wird durch die Stoffwechselumstellung die Fettverbrennung angekurbelt und Fettdepots werden besonders schnell abgebaut. 

Bier- und Kugelbauch versus Fettbauch

Die bedrohliche Fettansammlung ist als sogenannter Bier- und Kugelbauch, der sich unter dem Shirt stramm nach außen streckt, erkennbar. Der Fettbauch, der sich in hängenden Fettwülsten zeigt, ist zwar nicht nice. Gesundheitlich ist er jedoch nicht ganz so riskant, weil sich hier das Fett nicht um Organe legt, sondern unter der Haut abgelagert wird. 

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Fazit

Intervallfasten bietet eine große Chance, sich gesund und nahrhaft zu ernähren und fit zu bleiben. Vorausgesetzt das Kurzzeitfasten wird optimal durchgeführt. Dazu gehören ausgewogene Mahlzeiten und diese enthalten unter anderem auch gesunde Fette. Stellen Sie nicht das Abnehmen in den Vordergrund und setzen sich damit unter Druck. Mit Fasten erreichen Sie viel mehr als den Abbau des Hüftgoldes und zwar auf eine ganz bequeme und einfache Art und Weise. Mit dem richtigen Mindset, ausgewogenen nahrhaften Mahlzeiten und regelmäßiger Bewegung werden Sie auf die gewonnenen Benefits nicht mehr verzichten wollen.